{"id":549,"date":"2015-09-30T15:50:23","date_gmt":"2015-09-30T13:50:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/?p=549"},"modified":"2018-03-31T20:13:21","modified_gmt":"2018-03-31T18:13:21","slug":"chemische-entwurmungen-was-daginter-steckt-und-was-regelmaessige-wurmkuren-mit-sich-bringen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/?p=549","title":{"rendered":"CHEMISCHE ENTWURMUNGEN: WAS DAHINTER STECKT UND WAS REGELM\u00c4SSIGE WURMKUREN MIT SICH BRINGEN"},"content":{"rendered":"<p>Unter einer \u201eKur\u201c versteht man eine Vorsorgema\u00dfnahme, die der St\u00e4rkung der (geschw\u00e4chten) Gesundheit oder der Unterst\u00fctzung der Genesung dient.  <strong>Chemische Entwurmungsmittel sind keine \u201eKuren\u201c!<\/strong><\/p>\n<p>Entwurmungsmittel sind hochwirksame <strong>NEUROTOXINE<\/strong>, d.h. hochwirksame chemische <strong>NERVENGIFTE<\/strong>. Diese Entwurmungsmittel wirken nicht vorbeugend! Ein chemisches Entwurmungsmittel eingegeben, bek\u00e4mpft einen akuten Befall. Eine Entwurmung ist NIE eine prophylaktische Ma\u00dfnahme. D.h. am Tag nach der Gabe kann sich Ihr Tier theoretisch und praktisch neu infizieren.<br \/>\nEntwurmungsmittel werden den Tierbesitzern allzu h\u00e4ufig als Wurm-\u201eKur\u201c f\u00fcr ihr Tier verkauft. Es wird Gro\u00dfteils v\u00f6llig sorglos mit diesen Mitteln umgegangen, den Tierbesitzern oftmals Angst gemacht, wenn sie ihr Tier nicht mindestens alle 3-4 Monate regelm\u00e4\u00dfig entwurmen.<\/p>\n<p>Nehmen Sie f\u00fcr sich regelm\u00e4\u00dfig Wurmtabletten ein, obwohl Sie gar keine W\u00fcrmer haben?<br \/>\nIn den wenigstens F\u00e4llen wird \u00fcberpr\u00fcft, inwieweit der Vierbeiner wirklich mit Darm-Parasiten belastet ist. Diese Medikamente haben durchaus ihre Berechtigung. Das steht au\u00dfer Frage. Aber hochwirksame, chemische Nervengifte regelm\u00e4\u00dfig, \u201eeinfach mal so\u201c eingegeben, ohne Befund?<\/p>\n<p>Diese hochgiftigen Stoffe m\u00fcssen vom K\u00f6rper verstoffwechselt und entgiftet werden.  Und das gilt f\u00fcr jedes Tier. Sowohl f\u00fcr die kleinen Hundewelpen, die Jungkatze oder das \u00e4ltere Pferd. Der Stoffwechsel der einen packt es vielleicht ein bisschen besser, wie der des anderen.  ALLE chemischen Medikamente (zu den neben den Entwurmungsmitteln auch Antibiotika, Cortison, Entz\u00fcndungshemmer etc. z\u00e4hlen) bringen S\u00e4ure in den Organismus. Und diese S\u00e4uren sch\u00e4digen das Darmmilieu. <\/p>\n<p>Eine Wurm-\u201eKur\u201c eingegeben, bedeutet auch immer eine Sch\u00e4digung der Darmflora. Eine intakte Darmflora stellt jedoch 80% des Immunsystems! D.h. um sich gegen Parasiten, Bakterien oder Viren zu sch\u00fctzen, ist eine intakte Darmflora Grundvoraussetzung. Nun hatte Ihr Tier zum Zeitpunkt der Gabe des Entwurmungsmittels wom\u00f6glich gar keinen Wurmbefall&#8230;.. Nach Eingabe des Mittels ist, durch die Sch\u00e4digung der Darmflora, die Chance, dass sich Ihr Tier mit W\u00fcrmern infiziert, nun deutlich erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Jedes Tier nimmt drau\u00dfen die ein oder anderen Wurmeier und\/oder Bakterien auf. Bei einem Tier mit einem intakten Immunsystem, d.h. mit einem gesunden Darmmilieu und einer intakten Darmflora, finden diese jedoch keinen N\u00e4hrboden und werden durch die k\u00f6rpereigene Abwehr unmittelbar eliminiert. Wird jedoch mit den regelm\u00e4\u00dfigen &#8222;Wurmkuren&#8220; erst einmal begonnen, wird der Darm immer anf\u00e4lliger, das Immunsystem immer schw\u00e4cher, die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Wurminfektion immer gr\u00f6\u00dfer. <\/p>\n<p>St\u00e4ndige Wurmkuren belasten dar\u00fcber hinaus massiv den Leber- und Nierenstoffwechsel und bereiten den N\u00e4hrboden f\u00fcr andere Erkrankungen.<br \/>\n \u201eMein Tier hat mit den Entwurmungsmitteln kein Problem\u201c, m\u00f6gen Sie vielleicht sagen. Die Symptome zeigen sich bei den meisten Tier oft erst sp\u00e4ter. Und das bringen Sie mit den Medikamenten dann nicht mehr in Verbindung. Der Organismus stellt nach einigen Wochen fest, dass er die Toxine nicht verstoffwechseln und abbauen kann. Diese liegen nun im Leber- und Nierenstoffwechsel, als &#8222;abzutragender M\u00fcll&#8220; und belasten das System. Der Organismus ist immer bem\u00fcht, sich selbst zu heilen. Folglich: was er nicht abbauen kann, wird er versuchen, auszuscheiden. D.h. im Klartext: Es treten bei einigen Tier unmittelbar nach der Mittelgabe, bei manchen erst einige Wochen danach, Ausscheidungssymptome auf. Der Organismus ist bem\u00fcht, die toxischen Substanzen aus den chemischen Nervengiften auszuscheiden. Ausscheidungssymptome k\u00f6nnen \u00fcberall dort entstehen, wo K\u00f6rper\u00f6ffnungen sind oder \u00fcber die Haut (das gr\u00f6\u00dfte Ausscheidungsorgan des Organismus). <\/p>\n<p>An der Stelle, wo der K\u00f6rper nun versucht, die Toxine auszuleiten, entsteht eine akute Entz\u00fcndung. Anders geht es nicht! Wie sollen Giftstoffe und Toxine, die der K\u00f6rper nicht abbauen kann, ohne Immunreaktion nach au\u00dfen bef\u00f6rdert werden? Die Tiere bekommen z. Bsp.: Durchfall, Erbrechen, Augenausfluss, Hautprobleme, Blasenentz\u00fcndung, Ohrenentz\u00fcndungen, Husten, Schmerzen im Bewegungsapparat etc. <\/p>\n<p>Irref\u00fchrender Weise werden Symptome als Krankheiten bezeichnet. Genau genommen sind es Zeichen der Auseinandersetzung, den der Abwehrmechanismus gegen den krankheitserregenden Stimulus \u2013 in dem Fall die Nervengifte &#8211; f\u00fchrt. Der Organismus ist bem\u00fcht, die Toxine auszuscheiden. Leider hat er vergessen einen Zettel mit anzuh\u00e4ngen, auf dem steht \u201e Achtung: Ich scheide nicht vertragene Toxine\/Giftstoffe aus. Denn wenn diese in meinem Organismus bleiben und nicht ausgeschieden werden k\u00f6nnen, fressen sich diese tiefer in meinen K\u00f6rper. Und dadurch k\u00f6nnen nicht nur neurologische Erkrankungen wie Epilepsie, Ataxie etc entstehen, sondern auch sonstige chronischen Erkrankungen&#8220;. <\/p>\n<p>Werden diese Symptome nun mit stark wirksamen chemischen Medikamenten behandelt, wird der Abwehrreaktion des Organismus entgegengewirkt und die Toxine in den Organismus zur\u00fcckgedr\u00fcckt. Die akute Entz\u00fcndung verschwindet an der Stelle. Kurzzeitig ist das Symptom weg, da unterdr\u00fcckt. Aber: die Toxine sind nach wie vor im K\u00f6rper. Die S\u00e4urebelastung steigt an, denn das nun verabreichte chemische Medikament bringt zus\u00e4tzlich S\u00e4ure in den K\u00f6rper. Es treten nach einiger Zeit erneut Symptome auf.<\/p>\n<p>Werden diese Ausscheidungsversuche des Organismus jedesmal zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, entwickeln sich chronische Erkrankungen. KEINE chronische Erkrankung f\u00e4llt vom Himmel! Sie hat immer eine Ursache. Und sie ist immer aus einer nicht ausgeheilten akuten Erkrankung entstanden. Entweder, da der Organismus des Tieres zu schwach war oder die Ausscheidungen immer wieder durch stark wirksame Medikamente in den K\u00f6rper zur\u00fcckgedr\u00e4ngt wurde. <\/p>\n<p>Immer mehr Tiere leiden heute unter Allergien, chronischem Juckreiz und Hautproblemen, Epilepsie, Erkrankungen des Bewegungsapparates, chronische Magen-Darmbeschwerden, wiederkehrende Ohrenentz\u00fcndungen, etc. Die Zahl der Schilddr\u00fcsenerkrankungen und Tumorerkrankungen bei den Hunden steigt stetig. Immer mehr Tier sind schon in jungen Jahren betroffen.<\/p>\n<p>Der Stoffwechsel unserer Tiere wird viel zu oft mit stark wirksamen Entwurmungsmitteln belastet, die den Tieren regelm\u00e4\u00dfig eingegeben werden. Viele werden mit minderwertigem Fertigfutter ern\u00e4hrt, dass in Getreide und Abfallprodukten nur so steht. Mehrfachimpfungen werden oft j\u00e4hrlich den Tieren zugemutet, obwohl selbst nach den Empfehlungen der St\u00e4ndigen Impfkommission (STIKO Vet) bzgl. Viruserkrankungen dreij\u00e4hrige Impfintervalle empfohlen werden (aber auch damit wird sicher noch viel zu viel geimpft). Und dann noch chemische Nervengifte gegen die Zecken als Spot on aufs Fell oder als Zecken-Halsband \u00fcber die Saison getragen. Das haut das beste Immunsystem um! Mit Gesunderhaltung hat das nichts mehr zu tun.<\/p>\n<p>Fazit:<br \/>\n<strong>Mit der Gabe solcher Entwurmungsmittel sollte daher im Interesse unserer Tiere viel sorgsamer umgegangen werden. Sie sollten auf F\u00e4lle begrenzt werden, wo ein konkreter Befall vorliegt.<\/strong><\/p>\n<p>Empfehlung:<br \/>\n<strong>Sehen Sie bitte stattdessen regelm\u00e4\u00dfige Kotuntersuchungen vor, im Abstand von 3-4 Monaten.<\/strong><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Sie prophylaktisch ganz viel tun. Eine artgerechte und gesunde Ern\u00e4hrung ist die Basis f\u00fcr ein intaktes Immunsystem. Der Mensch ist, was er i\u00dft. Das ist bei den Tieren nicht anders! <\/p>\n<p>\u00dcber verschiedene Kuren (hom\u00f6opathisch, pflanzlich oder durch ozonisierte \u00d6le) k\u00f6nnen Sie das Darmmilieu Ihres Tieres gegen einen Spul-, Bandwurmbefall oder Giardienbefall stabilisieren und sch\u00fctzen und den Erregern den N\u00e4hrboden nehmen.<\/p>\n<p>Und falls der Laborbefund mal positiv sein sollte, d.h. ein Wurm- oder Giardienbefall bei Ihrem Tier vorliegt, dann kann man diesen, je nach Erreger und Schwere des Befalls, oftmals auch naturheilkundlich sehr erfolgreich behandeln. Und neben der Bek\u00e4mpfung des Erregers, die Ursache f\u00fcr die Schwachstelle im Darm eliminieren. Denn nur durch letztere Ma\u00dfnahme k\u00f6nnen Sie einer erneuten Wurminfektion vorbeugen und Ihrem Tier wieder zu einem intakten Immunsystem verhelfen.<\/p>\n<p>Falls bei Ihrem Hund bereits mehrere chemische Entwurmungen vorgenommen wurden, empfehlen wir, die Ausscheidung der Giftstoffe\/Toxine aus den Medikamenten zu f\u00f6rdern und den Tieren bei der Entgiftung zu helfen. Solche Entgiftungen sollten immer individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt sein. Deswegen geben wir generell auch keine pauschalen Empfehlungen ab. Alter, Krankheitsgeschichte und Allgemeinzustand des Tieres sind entscheidend f\u00fcr die Wahl des richtigen Mittels\/der richtigen Therapie. Was f\u00fcr einen jungen Hund optimal ist, kann ein \u00e4lteres Tier komplett \u00fcberfordern.<\/p>\n<p>Gerne stehen wir Ihnen beratend zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter einer \u201eKur\u201c versteht man eine Vorsorgema\u00dfnahme, die der St\u00e4rkung der (geschw\u00e4chten) Gesundheit oder der Unterst\u00fctzung der Genesung dient. Chemische Entwurmungsmittel sind keine \u201eKuren\u201c! Entwurmungsmittel sind hochwirksame NEUROTOXINE, d.h. hochwirksame chemische NERVENGIFTE. Diese Entwurmungsmittel wirken nicht vorbeugend! Ein chemisches Entwurmungsmittel eingegeben, bek\u00e4mpft einen akuten Befall. Eine Entwurmung ist NIE eine prophylaktische Ma\u00dfnahme. D.h. am Tag&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/?p=549\" rel=\"nofollow\">Weiter lesen &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_genesis_hide_title":false,"_genesis_hide_breadcrumbs":false,"_genesis_hide_singular_image":false,"_genesis_hide_footer_widgets":false,"_genesis_custom_body_class":"","_genesis_custom_post_class":"","_genesis_layout":"","footnotes":""},"categories":[8,4],"tags":[],"class_list":{"0":"post-549","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-hund-katze-pferd","7":"category-wissenswertes","8":"entry"},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/549","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=549"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/549\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":738,"href":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/549\/revisions\/738"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=549"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=549"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.tierpraxis-stadler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}